Ein multimodaler Transport umfasst mehrere Verkehrsträger innerhalb einer einzigen Logistikkette. Beispielsweise kann die Fracht per Bahn bis zu einem Hafen transportiert werden, anschließend auf dem Seeweg über das Kaspische Meer und danach per Lkw bis zum Empfänger.
Dabei stellt sich eine wichtige Frage: Wer haftet für die Fracht, wenn sie beschädigt wird, verloren geht oder sich verspätet?
Die Antwort hängt davon ab, wer den Transport organisiert, welche Bedingungen im Vertrag und in den Transportdokumenten festgelegt sind und in welchem Abschnitt der Transportkette das Problem aufgetreten ist.
Mehrere Beteiligte – eine Logistikkette
An einem multimodalen Transport können Eisenbahn-, Straßen- und Seefrachtunternehmen, Terminals sowie ein Spediteur beteiligt sein.
Jeder Transporteur ist für den von ihm durchgeführten Transportabschnitt gemäß dem jeweiligen Vertrag und den geltenden Vorschriften verantwortlich. Gleichzeitig kann der Kunde mit einem einzigen Logistikdienstleister arbeiten, der die gesamte Transportkette koordiniert.
Deshalb ist es wichtig, im Voraus zu klären, wer der Vertragspartner des Kunden ist und wer für die Organisation des gesamten Transports verantwortlich ist.
Wer ist ein multimodaler Transportoperator?
Ein multimodaler Transportoperator organisiert die Beförderung zwischen verschiedenen Verkehrsträgern und koordiniert die beteiligten Parteien.
Je nach Vertragsbedingungen kann der Operator als Spediteur tätig sein oder die Funktion eines vertraglichen Frachtführers übernehmen. Der Begriff „multimodaler Operator“ bedeutet daher nicht automatisch in jedem Fall denselben Umfang der Haftung.
Für den Kunden ist es wichtig, im Voraus festzulegen:
- wer die Fracht zur Beförderung übernimmt;
- wer die einzelnen Transportabschnitte organisiert;
- wer für die Abstimmung mit den Transporteuren verantwortlich ist;
- wie Schadens- oder Verlustansprüche behandelt werden.
Was tun bei Beschädigung oder Verzögerung der Fracht?
Wenn während des Transports ein Problem auftritt, muss zunächst festgestellt werden, an welchem Abschnitt und zu welchem Zeitpunkt das Problem entstanden ist.
Wurde die Fracht beispielsweise während des Bahntransports beschädigt, muss ihr Zustand bei der Übergabe festgestellt und entsprechend dokumentiert werden. Tritt das Problem während der Umladung im Hafen auf, kann ein anderes Verfahren gelten.
Daher ist es bei multimodalen Transporten besonders wichtig, die Übergabe der Fracht zwischen den einzelnen Transportabschnitten zu kontrollieren und alle relevanten Transportdokumente aufzubewahren.
Wie lassen sich Risiken reduzieren?
Vor Beginn des Transports sollten Route, Beteiligte und Verantwortungsbereiche eindeutig festgelegt werden.
Außerdem ist es wichtig:
- die Bedingungen des Vertrags und der Transportdokumente zu prüfen;
- das Verfahren für Schadens- und Haftungsansprüche festzulegen;
- die Übergabe der Fracht zwischen den Beteiligten zu dokumentieren;
- die wichtigsten Abschnitte der Route zu überwachen;
- bei Bedarf eine Transportversicherung abzuschließen.
Je besser die einzelnen Beteiligten miteinander koordiniert sind, desto geringer ist das Risiko von Streitfällen und Verzögerungen.
Multimodale Transporte mit Wenanko AG
Bei komplexen internationalen Transporten ist ein Logistikpartner wichtig, der verschiedene Transportabschnitte und die beteiligten Unternehmen koordinieren kann.
Wenanko AG organisiert multimodale Transporte unter Einsatz von Bahn, Seeverkehr und Straßentransport. Das Unternehmen koordiniert die beteiligten Partner und kontrolliert den Transportfortschritt entlang der Route.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zu multimodalen Transporten von Wenanko AG.